Versicherungen für Senioren
Als Senioren werden in unserer heutigen Gesellschaft Menschen im Rentenalter oder Ruheständler, also Selbständige in dieser Altersgruppe bezeichnet. Werbung und Marketing bezeichnen gerne die Senioren mit Best Ager als eine zahlungskräftige Zielgruppe; beginnend bei 50+, also deutlich vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter von demnächst siebenundsechzig Jahren. Die Rente ist in der Regel deutlich geringer als das letzte Einkommen. Vor diesem Hintergrund sind viele Senioren gezwungen, ihr Ausgabeverhalten zu prüfen. Dazu gehören auch die Versicherungen, und es stellt sich die Frage, welche von ihnen müssen oder können sein, welche nicht, und welche sind überflüssig.
Wer nicht mehr berufstätig ist, benötigt keinerlei Versicherungen, die mit dem bisherigen Beruf zusammenhängen. Entweder enden sie automatisch mit dem Renteneintritt, oder sie sollten gekündigt werden. Jeder weitere Monatsbeitrag ist überflüssig. Das gilt auch für die Krankentagegeldversicherung, die bisher nach Ende der Krankenkassenzahlung im Krankheitsfall den Lohnausfall ausgeglichen hat. Bei bestehenden Versicherungen wie beispielsweise der Kfz-Haftpflichtversicherung sollten alle Rabatte und Angebote für Rentner genutzt werden. Hier lässt sich Geld sparen, ohne dass der Versicherungsschutz reduziert wird.
Pflichtversicherungen wie die Kranken- oder die Pflegeversicherungen werden unverändert weitergeführt, eine Beitragsanpassung erfolgt automatisch durch die Versicherer. Wenn auch nicht gesetzlich vorgeschrieben, so sollten die private Haftpflichtversicherung sowie die Hausratversicherung unverändert bestehen bleiben. An ihrer Notwendigkeit ändert sich auch für Senioren nichts.
Eine Senioren-Unfallversicherung kann beruhigend wirken, ist aber kein Muss. Bei einem unfallbedingten Sturz beispielsweise, sei es bei der Hausarbeit oder im Freien, kann der oftmals langwierige Heilprozess durch diese Versicherung auch finanziell deutlich erleichtert werden. Gesundheits- und Unfallrisiken, die im Seniorenalter häufiger vorkommen, können bei einem entsprechend höheren Beitrag mitversichert werden.
Fazit: Auch Senioren sollten, so wie sie es in den vergangenen Jahrzehnten gemacht haben, ihre Versicherungen regelmäßig und kritisch prüfen. Einiges entfällt, einiges muss bleiben. Und was bleibt, sollte miteinander sowie untereinander verglichen werden. Die Versicherungen bieten vielerlei Tarife für Senioren an. Die Kunst besteht darin, für sich selbst das Günstigste herauszufinden und das große Angebot zu nutzen.
Denn ganz ohne Versicherungen geht es auch bei Senioren nicht!



